M6,9-Sonneneruption am 25. Aug. löste CME aus; Modell sieht Streifer am 28. Aug. und erhöhte Polarlichterchance
Die Sonne sandte am 25. August eine M6,9-Eruption aus der aktiven Region 4513; eine damit verbundene koronale Massenauswurf (CME) könnte die Erde am Freitag, 28. August, streifen, laut Modellen; es gab einen R2-Radio-Blackout und die Wirkung kann zu ...
Titelbild: NASA — Public domain, via Wikimedia Commons.
Die Sonne setzte am 25. August eine M6,9-Eruption aus der aktiven Region 4513 frei, die auch einen koronalen Massenauswurf (CME) auslöste. Die Explosion — eine der fünf M-Eruptionen, die in den letzten 24 Stunden aus derselben Region registriert wurden — verursachte einen moderaten Radio-Blackout (R2) über Teilen der beleuchteten Hemisphäre. Erste Modelle deuten darauf hin, dass die CME die Erde am Freitag, 28. August, nur streifen könnte, mit einer erwarteten Ankunft um etwa 6–7 Uhr EDT (10:00–11:00 GMT) und einer Unsicherheitsmarge von rund sieben Stunden.
Details zur Eruption, zum Blackout und zur Modellprognose
Die M6,9-Eruption erreichte ihren Höhepunkt um 6 Uhr EDT (10:00 GMT) am 25. August, laut Aufzeichnungen, die von Space.com und dem Monitor SpaceWeatherLive zitiert wurden. Die aktive Region 4513 zeigte in den vorangegangenen 24 Stunden intensive Aktivität mit mehreren M-Eruptionen.
Der Vorfall löste außerdem einen als R2 eingestuften Blackout aus, der Hochfrequenzkommunikation über Teile Afrikas, Europas und der Arktis auf der tagsüber beleuchteten Seite der Erde beeinträchtigte, wie dasselbe Monitoring berichtete.
Erste Modellläufe der NASA (M2M WSA-ENLIL+Cone), zitiert von Space.com, prognostizieren, dass die CME die Erde nur marginal treffen könnte — ein „glancing blow“ — am Morgen des 28. August (etwa 10:00–11:00 GMT), mit einer geschätzten Ankunftsunsicherheit von +/-7 Stunden. Der Aurora-Jäger Jure Atanackov beschrieb die CME als langsam und, für sich genommen, wenig vielversprechend.
Bereits beobachtete Auswirkungen und erwartete Bedingungen für 27.–28. August
Als direktes, bereits bestätigtes Ereignis gilt der R2-Blackout, der Hochfrequenzkommunikation in den genannten Regionen beeinträchtigt hat. Dieser Effekt trat in der Hemisphäre auf, die zum Zeitpunkt der Eruption beleuchtet war, gemäß den verfügbaren Aufzeichnungen.
Neben der mit der M6,9 verbundenen CME sagt das Solar Influences Data Analysis Center (SIDC) voraus, dass ab dem 27. August ein schneller Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch positiver Polarität die Erde beeinflussen könnte. Das SIDC gibt an, dass dieser Strom die geomagnetischen Bedingungen "instabil bis aktiv" machen und die Wahrscheinlichkeit kleinerer Sturmstufen erhöhen kann.
Daher bestehen für den 28. August zwei zentrale Unsicherheiten: der genaue Ankunftszeitpunkt der CME angesichts der Modellunsicherheit und die Entwicklung des vom SIDC vorhergesagten schnellen Sonnenwinds.
Wie sich die Effekte kombinieren und Polarlichter verstärken können
Trifft der Streifkontakt der CME zeitlich mit dem erwarteten schnellen Sonnenwindstrom zusammen, könnten sich die beiden Effekte addieren und die geomagnetische Aktivität verstärken. Das würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Polarlichter stärker sichtbar werden und möglicherweise in niedrigeren Breiten auftauchen als üblich.
Ein entscheidender Faktor für die Stärke der geomagnetischen Reaktion ist die Ausrichtung des Magnetfelds der CME bei ihrem Eintreffen an der Erde: Eine stark nach Süden gerichtete Komponente ("southward") koppelt sich in der Regel effizienter mit dem irdischen Magnetfeld und erhöht das Aktivitätsniveau.
Obwohl Atanackov die CME als langsam und für sich allein "nicht sehr vielversprechend" eingestuft hat, betonen er und die zitierten Modelle, dass die Kombination mit dem schnellen Sonnenwind diese Einschätzung ändern kann — wobei das Endergebnis von den bereits genannten Unsicherheiten abhängt.
Erforderliche Aktualisierungen und bestätigte Fakten
In den kommenden Tagen werden folgende Informationen entscheidend sein: (1) die Verfeinerung des CME-Ankunftszeitpunkts durch die Modellzentren; (2) die Bestimmung der magnetischen Ausrichtung der CME beim Erreichen der Erdumgebung; und (3) die Beobachtung des Beginns und der Stärke des vom SIDC für den 27. August vorhergesagten schnellen Sonnenwinds. Diese Variablen werden das Potenzial für verstärkte Polarlichter und Auswirkungen auf die Kommunikation bestimmen.
Als bis jetzt bestätigte Fakten, laut den zitierten Quellen, gelten: M6,9-Eruption der aktiven Region 4513 am 25. August; Ausstoß der zugehörigen CME; Registrierung eines R2-Radio-Blackouts in Bereichen der beleuchteten Hemisphäre; und die SIDC-Prognose eines Einflusses durch schnellen Sonnenwind ab dem 27. August.
Projektionen bleiben zeitlich und hinsichtlich der magnetischen Ausrichtung unsicher; die Vorhersagen werden von den Raumfahrtüberwachungszentren in den Tagen vor dem 28. August aktualisiert.
Konsultierte Quellen:
- Space.com — https://www.space.com/stargazing/auroras/sun-fires-powerful-m6-9-solar-flare-and-cme-toward-earth-could-it-boost-northern-lights-chances-this-week
